Vorsorgen für Krisen und Katastrophen
Vorbereitung zahlt sich aus
Deutschland ist eines der sichersten Länder der Welt.
Dennoch erleben wir, dass auch in Deutschland Krisen unsere gewohnten alltäglichen Abläufe stören. Extreme Wetterereignisse nehmen zu.
Durch Cyberattacken, Desinformation oder Sabotage finden Angriffe auf Infrastrukturen, Meinungsbildung und Zusammenhalt statt.
Selbst ein Krieg scheint nicht mehr so ausgeschlossen zu sein wie noch vor einigen Jahren.
Wenn etwas passiert, ist es besser, vorbereitet zu sein.

Wie unterstützt Sie der Ratgeber: Vorsorgen für Krisen und Katastrophen?
Der Ratgeber unterstützt Sie, sich auf Krisen vorzubereiten, und zeigt Ihnen, wie Sie Extremsituationen möglichst sicher meistern.
Diese Empfehlungen sind jedoch keine verbindliche Vorgabe! Notfallvorsorge ist eine sehr individuelle Angelegenheit.
Individuell bevorraten
Bei der Bevorratung sollten beispielsweise unterschiedliche Lebensmittelunverträglichkeiten oder individuelle Vorlieben und Abneigungen sowie persönliche Umstände hinsichtlich Lagerungsmöglichkeiten berücksichtigt werden - daher muss jeder Mensch für sich selbst die ideale Zusammensetzung seines Vorrats finden.
Diese Empfehlungen sollen nur eine Hilfestellung sein
Grundsätzlich gilt: Sie sollten sich für möglichst zehn Tage selbst versorgen können.
Aber auch ein Vorrat für zumindest drei Tage hilft schon sehr. Darauf können Sie schrittweise aufbauen.
Ab sofort können Sie den Ratgeber im Rathaus kostenfrei erhalten oder unter dem folgenden Link herunterladen:
Quelle: Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
Serie zum Thema "Vorsorgen für Krisen und Katastrophen"
in Zusammenarbeit mit Kommunen aus dem Landkreis Emsland
Teil 1 - Vorratshaltung zu Hause
Es gibt verschiedene Notsituationen, in denen ein Vorrat an Lebensmitteln und Getränken hilfreich ist. Aber auch im Alltag können Sie von einem Vorrat profitieren!
Ein Vorrat an Lebensmitteln und Getränken kann in vielen Situationen hilfreich sein:
Wenn Sie das Haus nicht zum Einkaufen verlassen können, weil
- Hochwasser oder starke Schneefälle Supermärkte unerreichbar machen.
- Sie sich aufgrund einer akuten Erkrankung schonen und im Bett bleiben sollten.
- ein schwerer Sturm oder ein Unwetter tobt und Sie im Freien verletzt werden könnten.
Wenn es eingeschränkte Möglichkeiten gibt an Nahrung oder Trinkwasser zu gelangen, weil
- bei einem großflächigen Stromausfall die Supermärkte geschlossen bleiben und kein Trinkwasser mehr aus dem Wasserhahn kommt.
- es zu Lieferengpässen kommt, zum Beispiel weil Lieferketten durch eine Pandemie, Cyberangriffe, anhaltende Dürre oder andere Ereignisse gestört wurden.
Wir möchten Sie mit den Tipps des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und
Katastrophenhilfe dabei unterstützen einen Vorrat anzulegen, der gut zu Ihrem Bedarf passt:
Vorratskalkulator
Wer es lieber ganz genau wissen will: Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft bietet Tabellen für Beispielvorräte sowie einen Vorratskalkulator an.
Vorratskalkulator der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (kurz: BLE)
Teil 2 - Notfallgepäck
Ob bei Hochwasser, Bränden, längeren Stromausfällen oder anderen unerwarteten Gefahrenlagen: In Krisensituationen zählt oft jede Minute. Wer sein Zuhause kurzfristig verlassen muss, sollte deshalb vorbereitet sein. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt in seinem Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen", wichtige Dinge für den Notfall griffbereit zu haben. Ein gut vorbereitetes Notfallgepäck kann dabei helfen, in einer Ausnahmesituation handlungsfähig zu bleiben und sich selbst sowie Angehörige besser zu versorgen.
Nach den Empfehlungen des BBK sollte ein Notfallgepäck so zusammengestellt sein, dass Menschen für einen begrenzten Zeitraum auch außerhalb der eigenen Wohnung mit dem Nötigsten versorgt sind. Dazu gehören insbesondere persönliche Medikamente, wichtige Dokumente, wetterfeste Kleidung, Hygieneartikel, Verpflegung für unterwegs, eine Trinkflasche, Taschenlampe, Mobiltelefon mit Ladegerät oder Powerbank, Bargeld sowie wichtige persönliche Unterlagen. Auch an Babys, Kinder, ältere Menschen oder pflegebedürftige Angehörige sollte bei der Zusammenstellung individuell gedacht werden.
Wichtig ist, das Notfallgepäck nicht erst im Ernstfall zusammenzustellen. Es sollte an einem leicht erreichbaren Ort bereitstehen und regelmäßig überprüft werden – etwa mit Blick auf ablaufende Medikamente, Batterien oder saisonal passende Kleidung. Schon mit einfachen Vorbereitungen lässt sich die eigene Sicherheit deutlich verbessern. Der BBK-Ratgeber macht deutlich: Krisenvorsorge bedeutet nicht, Angst zu haben, sondern Verantwortung für sich selbst und andere zu übernehmen.
Teil 3 - Extremwetter & Hochwasser
Starkregen, Sturmböen und Hochwasser können auch in unserer Region innerhalb kurzer Zeit zu gefährlichen Situationen führen. Wir möchten deshalb im Rahmen des Katastrophenschutzes darauf hinweisen, wie wichtig eine gute persönliche Vorsorge ist. Wer frühzeitig einfache Schutzmaßnahmen trifft, kann Schäden am eigenen Zuhause verringern und im Ernstfall schneller und sicherer handeln.
Besonders bei Extremwetterlagen gilt: Warnungen sollten ernst genommen und regelmäßig verfolgt werden. Amtliche Warnungen, lokale Hinweise der Behörden sowie Informationen über Warn-Apps helfen dabei, die Lage richtig einzuschätzen. Bürgerinnen und Bürger sollten zudem prüfen, ob Keller, tiefer liegende Räume, Garagen und Außenbereiche ausreichend gesichert sind. Bewegliche Gegenstände im Garten oder auf dem Balkon sollten rechtzeitig befestigt oder ins Haus gebracht werden.
Bei drohendem Hochwasser sollten Rückstauklappen kontrolliert, Abflüsse gesichert und elektrische Geräte in gefährdeten Bereichen möglichst frühzeitig vom Strom getrennt werden. Kellerräume sollten während eines Hochwassers nicht betreten werden, da dort Lebensgefahr bestehen kann. Fahrzeuge sollten rechtzeitig aus Tiefgaragen oder überschwemmungsgefährdeten Bereichen entfernt werden. Überflutete Straßen und Unterführungen dürfen nicht befahren werden.
Wir möchten an alle Bürgerinnen und Bürger appellieren, auch an Nachbarn, ältere Menschen und hilfsbedürftige Personen zu denken. Gute Vorsorge beginnt nicht erst, wenn die Gefahr unmittelbar bevorsteht. Wer sich informiert, vorbereitet und umsichtig handelt, schützt sich selbst, seine Familie und sein Umfeld. Weitere Informationen bieten die amtlichen Warnkanäle, die Warn-App NINA sowie die Hinweise des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.
Weitere Informationen des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe zum Thema Hochwasser und Vorsorge finden Sie unter: https://www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/Vorsorge/Mit-Naturgefahren-umgehen/Hochwasser/hochwasser_node.html
