Gleichstellungsbeauftragte

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Sabrina Lindwehr

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Was macht eine Gleichstellungsbeauftragte?

Was macht eigentlich eine Gleichstellungsbeauftragte?
In erster Linie fördert sie die Gleichstellung und Gleichbehandlung von Mann und Frau innerhalb der Verwaltung. Diese Aufgabe ist fest im LGG Landesgleichstellungsgesetzt verankert.
Das gilt sowohl für alle Angelegenheiten innerhalb der Verwaltung als auch für die der örtlichen Gemeinschaft.
Die Aufgaben der Gleichstellungsbeauftragten ändern sich ständig, denn auf aktuelle soziale und wirtschaftliche Veränderungen muss zeitnah und flexibel eingegangen werden.
Gleichberechtigung in der kommunalen Praxis
Egal, welche Vorhaben und Maßnahmen in der Verwaltung realisiert werden, sobald die Belange von Frauen berührt werden, wirkt die Gleichstellungsbeauftragte mit. Hierbei kann es um die Erhöhung der Frauenerwerbsquote oder um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gehen. Auch die Arbeit von Vereinen oder Frauengruppen wird von ihr unterstützt, begleitet und manchmal koordiniert.
"Brauchen wir so etwas heute noch?"
Ja, denn:
Frauen verdienen im Durchschnitt ein Drittel weniger als Männer, sie haben geringere Aufstiegschancen;
Frauen sind immer noch überwiegend allein zuständig für Haushalt und Kindererziehung;
Frauen werden immer noch Opfer von körperlicher und seelischer Gewaltanwendung;
Frauen sind in politischen Gremien und in Entscheidungsgremien nur schwach vertreten.
Rechtliche Grundlagen:
Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG)
Vom 17. Dezember 2010
§ 8
Gleichstellungsbeauftragte
(1) 1 Kommunen, die nicht Mitgliedsgemeinden von Samtgemeinden sind, haben eine Gleichstellungsbeauftragte zu bestellen. 2 Die Gleichstellungsbeauftragten der kreisfreien Städte, der Landeshauptstadt Hannover, der Stadt Göttingen, der großen selbständigen Städte, der Landkreise und der Region Hannover sind hauptberuflich zu beschäftigen.
(2) 1 Die Vertretung entscheidet über die Berufung und Abberufung der hauptberuflich beschäftigten Gleichstellungsbeauftragten. 2 Betreffen die in § 107 Abs. 4 Satz 1 Halbsatz 1 und Satz 2 Halbsatz 1 genannten Beschlüsse Beschäftigte, die das Amt der Gleichstellungsbeauftragten hauptberuflich innehaben oder hierfür vorgesehen sind, so ist ausschließlich die Vertretung zuständig. 3 Der Hauptausschuss kann eine ständige Stellvertreterin der hauptberuflich beschäftigten Gleichstellungsbeauftragten bestellen. 4 Die Gleichstellungsbeauftragte soll vor der Bestellung gehört werden. 5 Ist eine ständige Stellvertreterin nicht bestellt, so soll der Hauptausschuss eine andere Beschäftigte mit der Wahrnehmung der Geschäfte beauftragen, wenn die Gleichstellungsbeauftragte voraussichtlich länger als sechs Wochen an der Ausübung ihres Amtes gehindert ist; die Amtszeit der vorübergehenden Stellvertreterin endet zu dem Zeitpunkt, an dem die Gleichstellungsbeauftragte ihre Tätigkeit wieder aufnimmt.
(3) In Samtgemeinden und in Gemeinden, in denen die Gleichstellungsbeauftragte nicht hauptberuflich tätig ist, regelt die Vertretung durch Satzung die Berufung und Abberufung der Gleichstellungsbeauftragten sowie deren Stellvertretung; die Regelungen sollen dem Absatz 2 entsprechen.