Dorfentwicklung

Grundvoraussetzung für die Förderung im Rahmen der Dorfentwicklung ist, dass das betreffende Dorf, die betreffende Dorfregion ins Dorfentwicklungsprogramm des Landes Niedersachsen aufgenommen wurde und ein anerkannter Dorfentwicklungsplan vorliegt.

Gegenstand der Förderung im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" (GAK) sind beispielsweise Ausgaben bei Projekten für

  • die Verbesserung der innerörtlichen Verkehrsverhältnisse und der Aufenthaltsqualität von Straßen, Wegen und Plätzen einschließlich zugehöriger Seitenbereiche,
  • die Schaffung und die Entwicklung dorfgerechter Freiflächen und Plätze einschließlich ihrer Ausstattung und dorfgerechter Eingrünung, insbesondere zur Innenentwicklung, 
  • die Umnutzung von Gebäuden land- und fortwirtschaftlicher Betriebe für Wohn-, Arbeits-, Fremdenverkehrs-, Freizeit-, öffentliche oder gemeinschaftliche Zwecke, 
  • die Erhaltung und die Gestaltung land- und forstwirtschaftlich oder ehemals land- und forstwirtschaftlich genutzter Bausubstanz mit ortsbildprägendem Charakter einschließlich der dazugehörigen Hof-, Garten und Grünflächen.

Außerhalb der Fördermöglichkeiten der GAK sind Ausgaben für Projekte zur Bewahrung und Entwicklung der Dörfer als Wohn-, Sozial- und Kulturraum und Stärkung des innerörtlichen Gemeinschaftslebens sowie zur Erhaltung des Orts- und Landschaftsbildes zuwendungsfähig. Auch private Maßnahmen können über die Dorfentwicklung mit einem Fördersatz von 25 % gefördert werden. Bei anerkannten LEADER-Regionen kann dieser Fördersatz um 5 % aufgestockt werden.,

In der Samtgemeinde Lengerich befinden sich derzeit folgende Gemeinden im Dorfentwicklungsprogramm: 

Langen

In der Mitgliedsgemeinde Langen wurde mit der Umgestaltung der öffentlichen Bereiche rund um die Kirche eine der ersten Maßnahmen erfolgreich umgesetzt. Derzeit erfolgen der Neubau eines Rad- und Fußweges entlang der Espeler Straße und die Erneuerung der Heidestraße.

Lengerich

Die Gemeinde Lengerich ist seit 2008 im Dorfentwicklungsprogramm und hat in den vergangenen Jahren umfangreiche Maßnahmen umgesetzt. Maßnahmen bei der Ramings Mühle oder der Neubau des Kreisverkehrs L 60/L 66 sowie auch die vor kurzem fertiggestellte Bushaltestelle mit Ampelanlage an der Handruper Straße wurden über die Dorfentwicklung gefördert.  Im Ortskern wurden hierbei Maßnahmen aus der Dorfentwicklung und der Städtebauförderung kombiniert, z. B. der Ausbau der Kirchstraße.