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Neujahrsempfang der Gemeinde Lengerich









Auch auf dem traditionellen Neujahrsempfang der Gemeinde Lengerich wurden besondere Ehrungen verliehen. Werner Mäß wurde für sein großartiges ehrenamtliches Engagement in den unterschiedlichsten Bereichen geehrt. Ebenso wurden die Mitglieder des Krankenhausbesuchsdienstes für ihre wichtige Aufgabe ausgezeichnet. Der Innogy Klimaschutzpreis wurde der Backgruppe des Heimatvereins verliehen.  

Der Bericht der Lingener Tagespost von Herrn Franke:

jf Lengerich. Die Würdigung des beispielhaften ehrenamtlichen Engagements steht traditionell im Mittelpunkt des Neujahrsempfangs der Gemeinde Lengerich. Am 6. Januar 2018 ist die Ehrung Werner Mäß sowie dem Krankenhausbesuchsdienst der katholischen Kirchengemeinde St. Benedikt zuteil geworden.

Mäß erhielt die Auszeichnung für sein langjähriges Engagement auf vielen Ebenen. Egal ob beispielsweise als Fastabendsvater, Mitglied im Kirchenvorstand oder Vorsitzender des Schützenvereins Lengerich-Bauernschaft: Immer sei er ansprechbar, packe an und forciere alle Projekte.

Die Bedeutung des Ehrenamts hob Bürgermeister Gerhard Wübbe vor mehr 250 Gästen im Saal der Gaststätte Pepe‘s Post hervor. Beeindruckt vom vielfältigen Engagement danke er allen. Franz-Josef Reinke von der RWE-Tochter Innogy verlieh den Umweltpreis in Höhe von 500 Euro an „Ramings Mühlenteam“ und die Backgruppe vom Heimatverein.

Sternsinger sammeln 6230 Euro

Alfred Lampa, Zweiter Bürgermeister, konnte am Fest der Heiligen Drei Könige wieder zahlreiche Sternsinger begrüßen. Der stolze Betrag von 6230 Euro, der von ihnen gesammelt wurde, kommt Kindern in Indien zugute. Nachdenklich stimmten die Musikdarbietungen des Jesus-Heart-Chores unter der Leitung von Stefanie Wendt. Auch die Lieder vom Kirchenchor St. Cäcilia unter der Leitung von Thomas Voskors waren tiefsinnig, jedoch auch animierend, denn „So ein Tag, so wunderschön wie heute“, brachte den Saal zum Schunkeln. Lob und Dank von Alfred Lampa für die Auftritte: „Ihr seid immer wieder eine große Bereicherung“, was auch den fünf Sängerinnen als „Güllekommando“ galt. Ihr „Bella Marie, mak de Fenster dicht, ät stinkt wie noch nie“ erntete Lachsalven und herzlichen Applaus.

Viele Investitionen

Die Privatrezeptur von Bürgermeister Wübbe fürs „Glückselig Neijoahr!“ sowie die Wünsche von Rat und Verwaltung nahmen die Gäste, Vereins- und Verbandsmitglieder löffelweise zu sich: Liebe, Glück, Tatkraft, Zuversicht und Gesundheit. 2017 sei ein gutes, erfolgreiches Jahr gewesen. Aufgrund der guten Wirtschaftslage seien viele Investitionen und Sanierungen getätigt worden. Ramings Mühle, Fuß- und Radwege, Straßenausbauten, Wegeverbindungen, Renovierungen im Bürgerpark oder die Kitaerweiterung führte Wübbe auf. Auf hohem Niveau seien die Steuereinnahmen, Kredite mussten nicht aufgenommen werden. „Die hoffentlich baldige Sanierung der Schwimmhalle ist schwierig“, sagte Wübbe. Über Gewerbeflächen, Bauplatzverkäufe, Verkauf von Gewerbeflächen sowie über die verschiedenen Events und Veranstaltungen informierte er. Der Breitbandausbau verbessere bald die Internetqualität, „und wir wollen unsere Landwirtschaft positiv begleiten“, versprach er.


„Ein guter Nachbar ist besser...“

Andreas Eyinck, Leiter des Emslandmuseums, ging in seiner Festrede speziell auf die „Lengericher Kulturlandschaft“ ein. Sein langjähriges Insiderwissen über die entdeckten Kulturschätze und Begebenheiten würzte er mit kurzweiligen Geschichtchen und sorgte für Heiterkeit und Wissenszuwachs. Die traditionellen Fastabende standen im Mittelpunk, die so mancher Gast durchaus nachvollziehen konnte. Aus Notnachbarschaften entstanden heutige Nachbarschaften, die fortgeführt und somit die dörfliche Gemeinschaft weiter pflegen würden. Die Ehrenamtskultur rühre daher und führe somit zum Zusammenhalt in den Ortschaften. „Ein guter Nachbar ist besser als ein ferner Verwandter“, betonte er und zeigte sich beeindruckt von den vielfältigen Leistungen der Ehrenamtlichen.

Doppeldeutigkeit und Lokalkolorit

Augenzwinkernd, mit viel Humor und feinsinnig beobachteter Doppeldeutigkeit und Lokalkolorit beleuchteten die „Spekulanten-Tanten“ Monika Prekel als Trude und Elisabeth Kindler als Lisbeth in ihrem plattdeutschen Jahresrück- und Vorausblick die Dinge vor Ort. Einig mit allen im Saal waren sie sich trotz sonderbarer oder absonderlicher Geschichten im stehend gesungenen Lengericher Heimatlied: „Es gibt nur ein Lengerich!“

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