Rückrundenstart 2. Frauenbundesliga

Lingener Tagespost vom 8. Februar 2010

„Stillstand gibt es bei uns nicht“
ho Gersten.

Das sechste Jahr scheint für die Victoria Gersten das bislang erfolgreichste seit Bestehen der 2. Frauen-Bundesliga Nord zu werden. Belegten die Fußballerinnen aus dem Emsland in den vergangenen Serien zum Ende der Hinrunde zumeist einen Platz im unteren Mittelfeld, überwintern sie in diesem Jahr auf dem dritten Rang.
„Stillstand gibt es bei uns nicht. Wir wollen weiter munter oben mitspielen, ohne überheblich zu werden“, sagt Trainerin Maria Reisinger und hofft dort ansetzen zu können, wo ihr Team vor der Winterpause aufgehört hat. Platz drei, 23 Punkte, 29:14 Tore – auswärts wie daheim an der Bregenbecker Straße zeigte sich Victoria nahezu gleich stark.

„Es hätte auch anders laufen können“, sagt Reisinger, die den glücklichen 3:2-Auftaktsieg in Wattenscheid als Schlüsselerlebnis ansieht, bei dem der Siegtreffer in der letzten Minute fiel. Dieser Erfolg stärkte das Selbstbewusstsein des neu strukturierten Teams. Es stimmte fortan in allen Mannschaftsteilen: Keeperin Vera Oude-Wesselink spielte eine herausragende Halbserie.

Die neu formierte Abwehrkette (Roters, Börger, Meiners und Heitmann) brachte Sicherheit und Stabilität. Im zentralen Mittelfeld wussten Zugang Jana Kieras und Spielmacherin Sarah Sieksmeyer zu gefallen. Auch Sarah Schneider, Sina Tepe, Sandra Reisinger und Tanja Baumann belebten das Gerstener Spiel. Im Angriff zeigten sich Martina Fennen und Vannessa Rohling treffsicher.

Auch der Rücktritt von Trainer Matthias Rieck mitten in der Serie verursachte keinen Leistungseinbruch. Einzig die Niederlage in Leipzig (1:2), als viele Verletzte fehlten und Rieck freitags zuvor dem Team seinen Rücktritt bekannt gegeben hatte, ließ eine Verunsicherung erahnen. Danach ging es direkt wieder bergauf.

Heike Kinder aus der Reserve-Elf übernahm fortan die Kotrainer-Posten an Reisingers Seite. „Wir ergänzen uns gut, und Heike kennt die Spielerinnen bereits alle aus gemeinsamen Trainingseinheiten mit der Reserve-Elf“, sagt Reisinger und ergänzt: „Unser Ziel, einen gesicherten Mittelfeldplatz zu erreichen, wird nach oben korrigiert. Wir wollen uns spielerisch noch weiterentwickeln und hoffen, von langwierigen Verletzungen verschont zu bleiben.“

Mit den Zugängen Britta und Inga Kappel hat sie zwei weitere Alternativen für die Startelf. Von einem Freifahrtsschein für die Zwillinge, die erst im Sommer von der Victoria zum Bezirksoberligisten Blau-Weiß Papenburg gewechselt waren und nun zurückkehrten, will die Trainerin jedoch nichts wissen: „Beide müssen sich erst wieder beweisen


Damenmannschaft Gersten



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