Lingener Tagespost vom 5. Januar 2010
„Hier konnte etwas angestoßen werden“ vb Gersten.
Was verbindet u.a. Leipzig, Berlin, Köln, Osnabrück und Gersten? All diese Städte und eben die 1211 Einwohner zählende emsländische Gemeinde Gersten haben 2009 am Förderprogramm „Aktiv im Alter“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend teilgenommen. Jetzt wurde Bilanz gezogen.
„Aktiv im Alter“ – vor gut einem Jahr hatte in Gersten mit Staatssekretär Dr. Hermann Kues (CDU) die Auftaktveranstaltung zu diesem bundesweiten Projekt stattgefunden. „Wir bleiben auf jeden Fall am Thema dran“, betonte Bürgermeister Aloys Bregen-Meiners jetzt zum Abschluss des Projektes
Was ist in der Zwischenzeit in Gersten passiert? Die Befragung der Generation 50+ im Jahr 2007 hatte erste Wünsche der Senioren ergeben; diese wurden im Dezember 2008 beim 1. Bürgerforum weiter konkretisiert. So gibt es in Gersten über die kirchliche Gruppe bereits eine Seniorenarbeit – diese sollte aber systematischer aufgebaut und der Einstieg in die Seniorenarbeit erleichtert werden. Weiterhin waren Tipps zum seniorengerechten Umbau der eigenen vier Wände, altersgerechte Sportangebote, ein Einstieg in den PC- bzw. Internetbereich und eine Verbesserung der Mobilität gewünscht. Zu all diesen Bereichen fanden im vergangenen Jahr Kurse bzw. Angebote statt.
„Der Bereich Mobilität ist aber für eine kleine Gemeinde wie Gersten nur schwer zu lösen“, musste Bregen-Meiners eingestehen. So sei die Resonanz auf das kostenlose Sammeltaxi in die Nachbarstadt Haselünne „sehr schwankend und insgesamt eher schwach“.
Die EDV-Kurse, die Sportangebote und die Informationen zum seniorengerechten Wohnen sind laut Lengerichs Samtgemeindebürgermeister Matthias Lühn hingegen gut angenommen worden: „Das Thema ist in den Blickpunkt gerückt, und wir wollen die Gerstener Erfahrungen auf Samtgemeindeebene weiter nutzen.“ Unter anderen ist mit Heinz Wichmann auch ein Beauftragter für Demografie benannt worden.
So war auch Dr. Gertrud Zimmermann vom zuständigen Ministerium vom Engagement in Gersten begeistert: „Die Förderung von 10000 Euro ist nicht gerade üppig. Hier konnte damit aber etwas angestoßen werden. Das Programm läuft wirklich gut.“
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