Essen auf Rädern: Acht Senioren ausgezeichnet

Lingener Tagespost 26. September 2009

mb Lengerich.
Hohe Auszeichnung für acht Senioren der Kolpingfamilie Lengerich. Sie halten mit ihrem ehrenamtlichen Einsatz die Aktion „Essen auf Rädern“ für die Caritas-Sozialstation Freren/Lengerich/Spelle in der Samtgemeinde Lengerich „am Laufen“.

Die Senioren heißen Bernhard Dall, Klaus Feldker, Franz-Josef Hölzer, Hermann Kessen, Werner Klute, Karl-Heinz Peters, Heinz Schmidt und Karl Schüler.

Während der letzten Diözesanversammlung wurde dieses Projekt mit dem „Zweiten Förderpreis der Hans-Tegeler-Stiftung“ ausgezeichnet. Als äußeres Zeichen für diese hohe Auszeichnung wurden eine Urkunde und ein Geldpreis in Höhe von 750 Euro überreicht.

Die „Hans-Tegeler-Stiftung“ fördert seit dem Jahre 2000 herausragende Projekte der Kolpingfamilien im Bistum Osnabrück. Üblicherweise werden damit Projekte der Jugendarbeit ausgezeichnet und gefördert. Doch die Aktion der „Lengericher Essenkutscher“ schien der Jury herausragend, dass sie mit in die Wahl genommen wurde.

Nicht nur die Kolpingfamilie Lengerich, sondern auch die vielen Empfänger von Essen auf Rädern in der Samtgemeinde Lengerich stimmen damit voll überein. Werner Klute, der frühere Samtgemeindedirektor und nun einer der „Acht“, brachte die Konzeption des Projektes auf den Punkt: „Durch den Förderpreis wird unsere Seniorenarbeit anerkannt und ihre Wichtigkeit für das Bild von der lebenswerten Gemeinde betont.“

Weitsichtige Politiker haben das schon erkannt. Für sie machte sich kürzlich August Roosmann zum Sprachrohr, als er das Projekt der Kolpingfamilie Lengerich als „deutschlandweit einmalig und gerade im Zeichen des demografischen Wandels auch auf dem Lande als zukunftsweisend“ bezeichnete.

„Für einige der Senioren in unseren Flächengemeinden sind wir fast die einzigen Kontakte zur Außenwelt“, bestätigte Karl Schüler, „Boss“ der Kolpingfamilie Lengerich. Eigentlich müsste man die Tour für zusätzliche soziale Kontakte ausdehnen, aber das ginge ja auf Kosten der letzten auf der Empfängerliste. Sie würden ihr Essen zu spät bekommen.

Eine imponierende Statistik können die acht Senioren der Kolpingfamilie Lengerich vorweisen: In den bisherigen sechs Jahren wurden für jetzt 19 Empfänger 18000 Essen ausgeliefert, 3500 Stunden gearbeitet und 36000 Kilometer gefahren.


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