Lingener Tagespost 5. September 2009 vb Lengerich.
Die im Lengericher Baugebiet „Am Bürgerpark“ noch vorhandenen Baugrundstücke sind nun deutlich attraktiver: Die RWE Rheinland Westfalen Netz AG ersetzte jetzt eine direkt über mehrere Grundstücke verlaufende 30-kV-Überlandleitung durch ein Erdkabel. „Wir hoffen, dass wir nun auch die restlichen Grundstücke noch verkaufen können“, freute sich Lengerichs Bürgermeister Gerd Wübbe über das Engagement des Energieversorgers.
Die Gemeinde Lengerich hatte sich mit knapp 48000 Euro an den Kosten für diese Maßnahme beteiligt. Rund 30 der 120 Grundstücke in einer Größenordnung von 600 bis knapp 1900 Quadratmetern des direkt an den Bürgerpark angrenzenden Baugebietes sind bei Preisen von 30,50 Euro noch erhältlich. „Es hat hier in den vergangenen Jahren immer wieder Anfragen gegeben. Die Überlandstromleitung hat die Interessenten dann aber immer wieder abgehalten“, betonte Lengerichs Gemeindedirektor Matthias Lühn.
Diese Umrüstung ist laut dem Leiter der RWE-Netzplanung Georg Enneking derzeit aber nicht die einzige Investition des Energieversorgers in Lengerich: „In einem zweiten Schritt wird die Umspannanlage in Lengerich bis zum Ende des kommenden Jahres ausgebaut. Sie wird dann im Netzverbund des Emslandes einen höheren Stellenwert haben.“
Weitere Investitionen könnten nötig sein, wenn, wie laut Verwaltungschef Lühn bereits geplant, der bestehende Windpark Lengerich/Gersten in Kürze erheblich erweitert wird.
Begonnen wird derzeit auch mit Arbeiten am Netzausbau einer 10-kV-Leitung von der Umspannanlage Lengerich in Richtung Bawinkel. Zudem nutzt die RWE im Zuge der laufenden Neugestaltung des Lengericher Marktplatzes die Möglichkeit, das Stromnetz in diesem Bereich zu erneuern.
„Insgesamt investieren wir in Lengerich und der Umgebung zurzeit knapp drei Millionen Euro“, fasste Enneking die aktuellen Maßnahmen der RWE zusammen.
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