Lingener Tagespost 29. Dezember 2008
Ganztagsangebote an Lengericher Grundschulen frühestens 2010/2011
vb Lengerich/Freren. Zum kommenden Schuljahr 2009/2010 wird es laut Samtgemeindebürgermeister Matthias Lühn „aufgrund des sehr engen zeitlichen Fensters für keine unserer Grundschulen möglich sein, einen Antrag auf Förderung der Einrichtung eines Ganztagsschulangebotes an den Grundschulen“ zu stellen.
Aufgrund der inzwischen bestehenden möglichen Ganztagsbetreuung in den Kindergärten der Samtgemeinde sowie auch an der Haupt- und Realschule Lengerich besteht laut Lühn „für Familien, die Kinder im Grundschulalter haben, durchaus eine ‚Betreuungslücke‘ am Nachmittag.“ Zu dieser Thematik haben in der Samtgemeinde mit allen Schulleitern auch Gespräche stattgefunden. „Die Grundschulen stehen dieser Entwicklung auch sehr offen gegenüber“, so Lühn.
Ein Hemmnis für viele Grundschulen sei hierbei aber, dass das Land Niedersachsen keine festen Zusagen über die Bereitstellung finanzieller Mittel zum Aufbau und Betrieb des Ganztagsangebotes macht. „Daher hat der Landkreis am 26. November das Angebot gemacht, für das Schuljahr 2009/2010 50 Prozent der Mittel zur Verfügung zu stellen, die eigentlich vom Land kommen müssten. Die andere Hälfte muss vom Schulträger, also der Samtgemeinde, getragen werden“, so Lühn.
In Lengerich wären dies jeweils rund 8500 Euro. Vor dem Hintergrund der zeitlichen Enge und bereits bestehender punktueller Nachmittagsangebote sowie der erst im Sommer 2008 in Bawinkel und Lengerich angelaufenen Ganztagsbetreuung in den Kindergärten soll auf einen entsprechenden Antrag verzichtet werden.
So sollen nun im Laufe des Jahres 2009 mit allen Beteiligten Gespräche geführt werden, um zum 31. Dezember 2009 Anträge zur Einrichtung eines Ganztagsangebotes zum Schuljahr 2010/2011 stellen zu können.
„Insbesondere sollen dabei auch die Möglichkeiten der Zusammenarbeit der kleineren Grundschulen und Kindergärten in Gersten, Handrup und Langen hinsichtlich der Realisierung einer solchen Ganztagsbetreuung besprochen werden“, betonte der Verwaltungschef.
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