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Lingener Tagespost vom 12. Januar 2010
Maria Bahns und Reinhold Richter ausgezeichnet
bk Lengerich.
„Ich wünsche mir und uns einen Umgang untereinander, worin wir uns die notwendige Wertschätzung zeigen und Solidarität und Hilfe keine Fremdwörter sind. Nur so kann es weiterhin heißen: Lengerich ist ein Ort zum Wohlfühlen.“ Das betonte Bürgermeister Gerhard Wübbe anlässlich des Neujahrsempfangs der Gemeinde im Saal des Gasthofs „Zur Post“.
Der bunte Abend, den mehr als 300 Bürgerinnen und Bürger mit konzentrierter Aufmerksamkeit und dem unverwechselbaren Ausdruck eines echten Zusammengehörigkeitsgefühls verfolgten, machte in seiner Vielfalt und in seiner Stimmung eines deutlich: Die letzte Strophe des Lengericher Heimatliedes, die da endet: „Wir bleiben. Es gibt nur ein Lengerich!“, spricht den Gemeindemitgliedern offensichtlich aus den Herzen.
Dass Lengerich nicht nur wohl gelegen ist, sondern auch ein Jahr der Jubiläen hinter sich hat, das anstrengend und arbeitsreich, aber auch erfreulich war, das erfuhr man von Bürgermeister Wübbe, der betonte: „Ehrenamtlicher Einsatz ist die unverzichtbare Grundlage unserer lebendigen Gemeinde.“ Mit Maria Bahns und Reinhold Richter ehrte er zwei über viele Jahrzehnte besonders engagierte Fastabendeltern unter stehendem Applaus.
Dann warf er die Frage in den Saal: „Was kann man tun, dass auch nachwachsende Generationen hier in Lengerich leben können und möchten?“ Die Antwort kam von Generalvikar Theo Paul aus Osnabrück, der im Rahmen seiner Festrede betonte: „Die in Deutschland manifestierte Kinderfeindlichkeit vergangener Jahrzehnte kommt uns in Zukunft teuer zu stehen. Um wieder eine positive Haltung zum Leben zu vermitteln, muss eine erfolgreiche Familienförderung die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ebenso gewährleisten wie den Schutz, Kindern einen gemeinsamen Lebens- und Erfahrensraum mit ihren Eltern zu ermöglichen. Das Bistum ist als Kirche in der Pflicht und aktiv, um diesen Grundsätzen nicht nur in Krippen und Kindergärten gerecht zu werden. Und mit Lengerich kann man hervorragend zusammenarbeiten!“
Gerhard Wübbe konnte sich zudem gemeinsam mit dem Schulleiter Josef Hüer nicht nur über den mit 1000 Euro datierten Klimaschutzpreis der RWE für die Grundschule Lengerich freuen, er konnte auch auf verschiedene andere Erfolge des Jahres 2009 verweisen. Besonders die Neugestaltung des Marktplatzes fand sich im Laufe des Abends nicht nur als gelungene Baumaßnahme wieder, sondern auch als Grundlage für einen ebenso gelungenen Sketch der Landjugend, der neben dem farbenprächtigen Auftritt der Sternsinger einen weiteren Höhepunkt des Abends darstellte.
„Gute Zeiten, schlechte Zeiten!“, fasste Samtgemeindebürgermeister Matthias Lühn schließlich die aktuelle Lage der Kommune knapp zusammen, wies jedoch darauf hinwies, dass zurzeit in allen Mitgliedsgemeinden Lengerichs Projekte mit einem Investitionsvolumen von 3,3 Millionen Euro laufen. „Für eine vergleichsweise kleine Samtgemeinde ist das eine stolze Summe.“
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