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Regenerative Energie

Lingener Tagespost 25. Februar 2009
Lengerich setzt auf regenerative Energien
lj Lengerich.
Die Gemeinde Lengerich will im Zusammenwirken mit der Samtgemeinde in großem Umfang regenerative Energien nutzen. Samtgemeindebürgermeister Matthias Lühn stellte in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates im Rathaus Planungen vor, in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit den drei in der Samtgemeinde tätigen Volksbanken Fotovoltaikanlagen auf öffentlichen Dächern zu installieren.
Außerdem ist angedacht, ein Fernwärmenetz aufzubauen, das sich aus der Abwärme einer großen vorhandenen Biogasanlage speist.
Die Planungen wurden im Gemeinderat einhellig begrüßt. Vorbehaltlich der Zustimmung des Samtgemeinderates, der am 5. März um 19.30 Uhr in der Samtgemeindeverwaltung tagt, regte Lühn für beide Projekte Genossenschaften an, an denen sich die Bürger beteiligen können.
Einstimmig folgte der Gemeinderat dem Vorschlag von Lühn, sich mit einer Einlage von 1000 Euro in die Genossenschaft für die Fotovoltaikanlagen einzubringen. Auch die anderen Mitgliedsgemeinden sowie die Samtgemeinde sollen als juristische Personen mitmachen. „Bürger, die sich beteiligen wollen, können mit einer Rendite von vier bis fünf Prozent rechnen“, betonte der Verwaltungschef und fügte hinzu: „Die ersten Fotovoltaikanlagen sollen bereits im Mai installiert werden, um den kommenden Sommer mitzunehmen.“ Zu dem Thema werden im März Bürgerversammlungen stattfinden.
Auch beim Fernwärmeprojekt hofft Lühn auf breite Mitwirkung der Bürger. Zunächst soll das Interesse der Anlieger an der möglichen Fernwärmetrasse abgefragt werden, um eine solide Wirtschaftlichkeitsberechnung erstellen zu können. Die Trasse verläuft dabei vermutlich durch folgende Straßen: Am Ostrum, Kirchstraße, Mittelstraße und Schulstraße.
Geplant ist auf jeden Fall das Rathaus, das Schulzentrum, die Schwimmhalle, die Turnhalle, die kirchlichen Einrichtungen und das Ma-ria-Anna-Hospital einzubeziehen. Lühn geht davon aus, dass durch die Fernwärme in erheblichem Umfang Energiekosten gespart werden können. Diesem Ziel dient auch die notwendige Erneuerung der Heizungsanlagen im Feuerwehrhaus und im Haus Mühlenstraße 24. Auf Beschluss des Rates soll zunächst eine Fachfirma die Anlagen in Augenschein nehmen und dann einen Kostenvoranschlag unterbreiten.
Geschlossen plädierte der Rat im Übrigen dafür, den Vertrag mit der RWE über eine Stromlieferung für die gemeindeeigenen Liegenschaften wegen günstiger Konditionen bis 2010/2011 zu verlängern.

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