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Lingener Tagespost vom 27. April 2010

Aus der Pausenhalle wird ein Mehrzweckraum
bmLengerich.

Um die „bescheidenen Räumlichkeiten“ der Grundschule Langen auf die Anforderungen einer Ganztagsschule vorzubereiten, bewilligte der Rat der Samtgemeinde Lengerich einstimmig 60 000 Euro aus den restlichen Mitteln des Konjunkturpakets II.

Nach Angaben von Samtgemeindebürgermeister Matthias Lühn ist es dringend erforderlich, einen Teil der jetzigen Pausenhalle umzubauen. In einem ersten Schritt solle aus der Halle ein Mehrzweckraum entstehen, in dem die Mädchen und Jungen ihr Mittagessen einnehmen können. Lühn: „Wir müssen unser Angebot optimieren, um die Möglichkeiten einer Mittagsverpflegung zu garantieren.“ Sollte dieses Angebot angenommen werden, werde ferner daran gedacht, in einem zweiten Schritt eine Küche, ein Büro und ein behindertengerechtes WC einzurichten.

Abgängig und deshalb schnellstens zu sanieren sei auch der Keller der Schwimmhalle in Lengerich. „Wir müssen hier 20000 Euro in die Hand nehmen und außerdem noch einmal weitere 10000 Euro, um einen neuen Kassenautomaten zu kaufen“, erläuterte der Samtgemeindebürgermeister dem Rat. Auch diesem Vorschlag der Verwaltung konnte der Rat einstimmig folgen.

Breiten Raum in der Sitzung nahm auch die Neuaufstellung des Regionalen Raumordnungsprogramms (RROP) ein. Für die Verwaltung erläuterte Angelika Lügering, dass man in der Vergangenheit mit der Einteilung in „Oberzentrum, Mittelzentrum und Grundzentrum“ gut gefahren sei und man deshalb eine Vergabe zusätzlicher mittelzentraler Teilfunktionen für einzelne Grundzentren ablehne. Der Grund: Sollten andere Samtgemeinden in der Nachbarschaft zum Beispiel bei der Ansiedlung größerer Betriebe gefördert werden, sehe man in der Gleichgewichtung der Grundzentren Verschiebungen. Die zukünftige Entwicklung der Samtgemeinde Lengerich, insbesondere die wirtschaftliche Entwicklung, dürfe unter keinen Umständen eingeschränkt werden.

Auch in Sachen ÖPNV befürchte die Samtgemeinde, als ländlich strukturierte Region abgehängt zu werden. Knappe finanzielle Mittel des Landkreises Emsland würden diese Vermutung nähren. Die Verwaltung machte deshalb an die Adresse des Landkreises den Vorschlag, bedarfsgerecht auszubauen und auch nach alternativen Beförderungsmöglichkeiten zu suchen. Abschließend wurde gefordert, dass die Gemeinde Bawinkel neben der Gemeinde Lengerich ebenfalls als Grundzentrum ausgewiesen werden sollte, um Schwerpunktbereiche, wie an der Umgehung, in Bawinkel ausbauen zu können.

Für weitere sechs Jahre wurde Josef Bornhorst als stellvertretender Ortsbrandmeister der Ortswehr Wettrup bestätigt.