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Lingener Tagespost 24. Juli 2009

Von Gerd Wübbe, Bürgermeister von Lengerich
Lengerich.

Auf eine über 1000-jährige Geschichte kann der Ort Lengerich zurückblicken. In Urkunden wird der Ortsname im Jahre 890 n. Chr. mit „Lengirichi“ und etwas später mit „Lengreke“ angegeben. Heute ist Lengerich kultureller, wirtschaftlicher und wohntechnischer Mittelpunkt der Samtgemeinde Lengerich.

Aufgrund der engen Bebauung im Ortskern hat Lengerich den Charakter eines Haufendorfes – einer Siedlungsart, die man im Emsland nur noch selten findet. Alte, gut erhaltene und renovierte Wohn- und Bauernhäuser ergänzen das Ortsbild und sind ein Blickfang für jeden Besucher. Schon seit dem Mittelalter ist der Marktplatz dabei Mittelpunkt der Gemeinde. Das ist bis heute so geblieben. Um das auch weiter zu gewährleisten, ist im Rahmen der Städtebausanierung und Dorferneuerung eine große Umgestaltung geplant. Der Marktplatz wird dann noch stärker zum Verweilen einladen.

Doch nicht nur der Marktplatz gibt dem Ort seinen Charme: Dazu gehören auch die evangelisch-reformierte Kirche mit ihrem romanischen Turm und dem spätgotischen Kirchenschiff, und nicht weit vom Marktplatz entfernt steht auf der anderen Seite die große neugotische katholische Kirche mit ihrem hellen, lichtdurchfluteten Kirchenraum.

Aber auch über dem Marktplatz als Zentrum hinaus hat Lengerich einiges zu bieten: Da ist der Bürgerpark inmitten der Gemeinde, der im Rahmen der Dorferneuerung neu gestaltet wird, ein besonderes Kleinod. In dieser großzügigen Anlage findet man auch eine Gedenkstätte für die ehemals im Ort ansässigen jüdischen Familien.

Und auch der Ortsrand ist sehr verlockend: Da ist zwischen Freren und Lengerich das Naherholungsgebiet Sallersee; neben einem modernen Campingplatz wird der in Kürze entstehende Skike-Park inklusive einer Biathlonanlage Besucher anziehen. Nicht weit davon entfernt befindet sich Ramings Mühle: Das Denkmal erinnert an die in früherer Zeit im Emsland reichlich vorhandenen Wind- und Wassermühlen. Sie beeindruckt als Wassermühle mit ihrem oberschächtigen Wasserrad. Heute laden gerade an verschiedenen Sonntagen Attraktionen wie Brotbacken im alten Steinofen zum Verweilen unter den alten Eichen bei selbst gebackenem Kuchen und Kaffee Jung und Alt ein, sich dort zu erholen.

Doch auch in wirtschaftlicher Hinsicht ist Lengerich in den letzten Jahren gewachsen: Die Gewerbeindustriegebiete Foppenkamp und Depot und das neu errichtete Gewerbegebiet Raiffeisenstraße wachsen stetig.

Für ein reges Leben sorgen zudem die vielen Vereine und Verbände im Ort. Sie können sich vieler Mitglieder erfreuen und laden immer wieder mit ihren attraktiven Veranstaltungen zu ganz unterschiedlichen Dingen ein. Gerade aufgrund ihres großen und wertvollen ehrenamtlichen Engagements sind sie für Lengerich unverzichtbar. Dazu zählen auch gerade in der Ferienzeit die verschiedenen Gruppen und Vereine mit ihren sehr beliebten Angeboten für Kinder und Jugendliche.

Um die Zukunft des Ortes zu sichern, sind schon verschiedene Dinge geschehen und werden geschehen. Sie sollen die Gemeinde bereichern und ihn als Ort stärken mit z.B. guten Einkaufsmöglichkeiten, ihn qualifizieren als Lebensort mit einer hohen Lebensqualität; ergänzt wird dies für Firmen mit attraktiven Gewerbegebieten.

Gerade junge Familien dürfen sich freuen über Krippenplätze, ein großes Schulzentrum als Ganztagsschule und ein attraktives Baugebiet in unmittelbarer Ortsnähe und zu günstigen Preisen.

Alles zusammen wird die Lebensqualität für alle Bevölkerungsgruppen erhalten und steigern. So erleben die Lengericher das, wovon schon ein altes Lengericher Lied spricht: „Lengerich, bist wohl gelegen ...“ Oder anders ausgedrückt: Lengerich – einfach ein Ort zum Wohlfühlen.