Lingener Tagespost 18. Januar 2008
"Es gibt in Lengerich viel zu tun, packen wir es an"
vb Lengerich.
In Lengerich wird sich in den nächsten Jahren viel tun: Nach der Aufnahme in die Dorferneuerung und das Leader-Programm (wir berichteten) ist die Gemeinde jetzt auch im Städtebausanierungsprogramm vertreten.
"Mir ist landesweit keine andere Gemeinde bekannt, in der diese Förderprogramme parallel laufen", freute sich gestern Nachmittag der für Lengerich zuständige CDU-Landtagsabgeordnete Bernd-Carsten Hiebing bei der offiziellen Bekanntgabe der Aufnahme Lengerichs in die Städtebausanierung. Dies sei "fast schon ein Pilotprojekt, um zu sehen, wie diese Programme parallel laufen können". Die Gesamtinvestitionssumme liegt in den kommenden acht Jahren bei rund 4,08 Millionen Euro und der Zuschussanteil allein in 2008 bei 433000 Euro (siehe Infobox). "In der Gemeinde ist viel hierfür gemacht worden, in der Politik haben wir dafür gekämpft - jetzt müssen alle gemeinsam an die Umsetzung gehen", betonte Hiebing.
Und auch durch die Dorferneuerung wird sich im Ort viel verändern können. 99 Gemeinden im Emsland und der Grafschaft Bentheim haben bislang von der Dorferneuerung profitieren können. Zurzeit befinden sich 33 Gemeinden in der Dorferneuerung. Die Gesamtfördersumme lag dabei nach Aussage von Heinrich Rohjans vom Amt für Geoinformation, Landentwicklung und Liegenschaften (GLL) jeweils im sechsstelligen Bereich. "Die Fördersumme kann aber durchaus auch die Millionengrenze erreichen." In einer ersten Bürgerversammlung hatten Rohjans sowie Vertreter des mit der Projektbegleitung beauftragten Büros für Landschaftsplanung Gertken in Werlte am Mittwochabend rund 200 Bürger über den Verlauf des Förderprogrammes informiert.
Guter Besuch bei der Bürgerversammlung
In der ersten Stufe wird ein Dorferneuerungsplan von einem am Mittwoch aus 17 Personen gebildeten Arbeitskreis erarbeitet. Nach Genehmigung des Planes schließe sich als zweite Stufe die Umsetzungsphase an, in der während des festgelegten Förderzeitraumes von regelmäßig sechs bis acht Jahren private und öffentliche Maßnahmen durchgeführt werden könnten, so Rohjans. "Es gibt in Lengerich jetzt viel zu tun, packen wir es an", betonte Bürgermeister Gerd Wübbe.