Lingener Tagespost 9. Januar 2008
Neujahrsempfang 2008 in Lengerich
Lengerich ha
„Die Diskussion um eine deutsche Leitkultur ist noch immer nicht verstummt“, erklärte Bürgermeister Gerd Wübbe eingangs seiner Rede auf dem Neujahrsempfang der Gemeinde Lengerich und betonte, dass alle Bürgerinnen und Bürger überzeugter ins Boot geholt werden müssten, wenn es den Menschen in Deutschland wie auch in Lengerich zukünftig gut gehen solle.
Bis auf den letzten Platz besetzt im großen Saal des Gasthofs „Zur Post“ war der Neujahrsempfang der Gemeinde Lengerich am vergangenen Wochenende, zu dem auch Gäste wie Samtgemeindebürgermeister Matthias Lühn, der Grüße der Samtgemeinde überbrachte und u. a. die Aktivität von Ortsbrandmeister Friedhelm Albers um die Beschaffung des neuen Wunsch-Feuerwehrfahrzeugs TLF 16/25 lobte, das somit inzwischen für 185.000 € bestellt werden konnte. Ferner hieß Wübbe die Landtagsabgeordnete Karin Stief-Kreihe, Ehrenbürgermeister Josef Duisen und Pastor Martin Stührenberg willkommen.
Ein beeindruckendes Programm mit Ansprachen, musikalischen Darbietungen von Vereinen und Gruppen sowie Ehrungen standen auf der Tagesordnung. Dazu gehörten u. a. die Jagdhornbläser, die CU-Band unter Gerald Sels und der Kirchenchor St. Cäcilia, der für seine kirchlichen und weltlichen Gesangsdarbietungen unter Josef Voskors von Gerd Wübbe besonders geehrt wurde.
Ferner erfreuten auch die kirchlichen Musikgruppen „Generation S“ mit Kinderliedern unter Anja Dall, die Jugendbands „Spirits“ unter Christine Lampa und „sing 2gether Miracle“ unter Andrea Mersmann die vielen Bürgerinnen und Bürger im Saale. Unter dem Leitwort „Sternsinger für die eine Welt“ überbrachte eine stattliche Zahl von Sternsingern in ihren königlichen Gewändern Segenswünsche und ließen mit den Liedern „Es ist Sternsingerzeit“ und „Sternsinger sind Glücksbringer“ ihre Stimmen erklingen. Die DRK-Gymnastik-50plus – Frauengruppe unter Gaby Gill zeigte ihr sportliches Miteinander.
Mit dem Sketsch „Raucherpause“ bewirkten die Frauen Berta und Sophie sowie die beiden Michaels als Vertreter Lengericher Persönlichkeiten wahre Lachsalven und erhielten dafür viel Beifall.
Für die Unterstützung bei Aufforstungsmaßnahmen wurden zwei Lengericher Jagdgruppen mit dem RWE-Klimaschutzpreis 2007 von dem Kommunalbetreuer der RWE Westfalen-Weser-Ems, Werner Bandke, ausgezeichnet, der zusammen mit Bürgermeister Wübbe die Urkunden und Prämien an Heiner Völker-Gerd und Gerd Hensen als Vertreter der Jagdgruppen überreichte. Der Klimaschutzpreis wird jährlich für Leistungen verliehen, die in besonderem Maße zur Erhaltung natürlicher oder Verbesserung ungünstiger Umweltbedingungen beitragen, so Werner Bandke. Über die Aufgaben der Jagdgruppen und ihre Bedeutung als Beschützer und Heger des Wildes referierte anschließend Egbert Wellmer.
Neben den Aufgaben des Gemeinderates und den damit verbundenen Problemen verwies Gerd Wübbe insbesondere auf die notwendige Unterstützung im Bereich Familie-Kinder-Jugend und auf die Ortskernentwicklung als ständiges Thema. „Zum 1. Juli 07 wurden wir ins Dorferneuerungsprogramm aufgenommen“, betonte der Bürgermeister und wies auf die erste Bürgerversammlung am 16. Januar im Gasthof zur Post hin.
In besonderer Weise lobte Gerd Wübbe die ehrenamtliche Arbeit vieler Lengericher Bürgerinnen und Bürger – Jugendlicher und Älterer - und sprach ihnen den Dank des Gemeinderates für ihr Tun aus. Dabei bat Wübbe den früheren Lehrer Gerhard Sels auf die Bühne, der sich seit Jahrzehnten engagiert bei der Aufarbeitung der Geschichte der in Lengerich wohnhaft gewesenen jüdischen Familien und Kontakte dazu neu herstellte und bis heute pflege. Auch die Errichtung des Gedenksteins im Bürgerpark in Erinnerung an die Familien Heilbronn – früher in Lengerich wohnhaft – ging auf seine Initiative zurück. Dafür gebühre Gerhard Sels Dank und Anerkennung, erklärte Wübbe und überreichte ihm eine Ehrenurkunde und einen großen Präsentkorb.
Neujahrsempfang 2008
Der vollbesetzte Saal im Gasthof „Zur Post“