Lingener Tagespost vom 7. Dezember 2007
Kinderlärm ist Zukunftsmusik
bk Bawinkel.
"Die Stärkung von Kindern und Familien ist die wichtigste Aufgabe für eine erfolgreiche Zukunft des Emslandes. Familien brauchen vielfältige Angebote und Unterstützung vor Ort. Kinderlärm ist Zukunftsmusik."
Dies betonte Landrat Hermann Bröring anlässlich der offiziellen Anerkennung des Kindergartens St. Marien in Bawinkel als Familienzentrum der Samtgemeinde Lengerich.
Hochaktive Familienpolitik in Zusammenarbeit mit den Kirchen prägt die Geschichte der emsländischen Kommunalpolitik, so Hermann Bröring. Er freue sich, mit dem Familienzentrum der Samtgemeinde Lengerich die nunmehr 17. Einrichtung dieser Art offiziell anerkennen zu können, und betonte: "Bis zum Jahresende werden wir im Emsland dank der 'Großen Koalition für Kinder' flächendeckend über Familienzentren verfügen."
Die Konzeption der Familienzentren ziele darauf ab, Familien zu unterstützen, nicht, sie zu ersetzen. Es gelte, unterschiedlichste Konzepte zu entwickeln, die auf die individuelle Situation der einzelnen Familien zugeschnitten seien. Dazu zähle unter anderem, wie das Betreuungsangebot, gerade auch in Randzeiten, verbessert werden könne. Viele kleine Mosaiksteine, wie das 100-Millionen-Programm des Landes Niedersachsen, welches eine Qualifizierung von Tagesmüttern ermögliche, oder die Stiftung "Vereinbarkeit von Familie und Beruf", die dank der emsländischen Wirtschaft über ein Stammkapital von einer Million Euro verfüge, seien eine hervorragende Ausgangsbasis für ein noch familien- und kinderfreundlicheres Emsland.
Samtgemeindebürgermeister Matthias Lühn betonte, dass auch wenn die Koordinierungsstelle des Familienzentrums in Bawinkel eingerichtet worden sei, trotzdem alle Kindertagesstätten und Kirchengemeinden der Samtgemeinde Lengerich eingebunden seien. Daher habe man ein Kompetenzteam aus den Leiterinnen aller Kindergärten (Lengerich, Langen, Gersten, Handrup-Wettrup und Bawinkel) gegründet, sodass die Familienbetreuung in die ganze Samtgemeinde getragen werde. Sein Dank galt allen am Entwicklungsprozess des Familienzentrums Beteiligten.
Annemarie Elfers, Leiterin des Familienzentrums, verwies auf den steigenden Bedarf qualifizierter Betreuungsangebote in der Samtgemeinde. Nicht nur das Netzwerk aller fünf Kindergärten werde Sorge tragen, dass individuelle und örtliche Gegebenheiten aller Mitgliedsgemeinden berücksichtigt werden, sondern auch die Einbindung von Kirche, Grundschulen, Pflegeheimen sowie Vereinen und Verbänden sei wesentlich für ein vielfältiges und attraktives Angebot.
Pfarrer Jörg Ellinger von der Kirchengemeinde St. Alexander als Träger sicherte dem Familienzentrum die Unterstützung der Kirche zu. "Die Kirche will für die Menschen dazu beitragen, dass hier ein Haus für Familie und Kinder entsteht."






